Das Schweigen der alten Mühle
„Wenn die alte Mauer wegkommt, sieht endlich jeder, was damals wirklich passiert ist.“
Das alte Geheimnis
Bei einem schweren Unwetter Ende der 1980er-Jahre verschwand in Witzhelden ein junger Mann namens Peter Brandt. Damals hieß es, er habe das Dorf nach einem Streit verlassen. Seine Familie bekam später sogar eine Postkarte aus Süddeutschland.
Doch Klaus Heinemann hatte herausgefunden, dass diese Postkarte niemals von Peter stammen konnte.
In jener Nacht wurde an der alten Mühle heimlich gearbeitet. Ein Teil des Mühlgrabens wurde zugeschüttet, eine Stützmauer neu gesetzt und am nächsten Morgen behauptete jeder, die Arbeiten seien wegen des Unwetters notwendig gewesen.
Klaus besitzt einen alten Vermessungsplan, auf dem etwas eingezeichnet ist, das auf keinem späteren Plan mehr auftaucht:
ein Hohlraum hinter der Mauer.
Als die Polizei die Stelle schließlich öffnet, findet sie allerdings keine Leiche.
Nur einen alten Motorradhelm, eine Armbanduhr und eine verrostete Blechdose.
Damit wird der Fall erst richtig spannend.
Der heutige Mord
Klaus wurde nicht getötet, weil er eine Leiche gefunden hatte.
Er wurde getötet, weil er entdeckt hatte, dass Peter Brandt damals überhaupt nicht gestorben war.
Peter lebte noch viele Jahre unter einem anderen Namen.
Und jemand in Witzhelden wusste die ganze Zeit davon.
Die große Frage wäre also nicht nur:
Was geschah damals an der Mühle?
Sondern:
Warum musste nach fast vierzig Jahren ein Mann sterben, obwohl das ursprüngliche Opfer möglicherweise gar keines war?